DIY Magic Mirror #5 – Auswahl Spionspiegel und Bau des Rahmens

Ein Spionspiegel soll es sein. Doch welcher? Auf welche Werte muss ich achten und wo bekomme ich solch einen Spiegel? Diese Frage und wie ich den Rahmen zum Magic Mirror gebaut habe, werden in diesem Post beantwortet.

Agenten- oder Spionspiegel

Bezüglich der Auswahl des Spiegels kann man im Internet sehr viel lesen. Gutes oder schlechtes. Ich war schlussendlich ein wenig überfordert und wusste nicht recht, was ich nun bestellen bzw. kaufen soll. Da wurden mir Werte von Reflexionsgrad, Transmission und dick des Spiegels um die Ohren gehauen. Liest man noch weiter mit in den Foren, sind alle guten Spiegel viel zu teuer und die billigen zu schlecht. Das einzige was irgendwie klar war, dass Folie def. nicht zu gebrauchen ist.

Und jetzt?

Ich habe mich schlussendlich für eine pragmatische Lösung entschieden. Ich schrieb einer Glaserei in der Nähe meines Wohnortes, ob sie solche Spionspiegel im Angebot hätten und ob allenfalls eine Smartphone durchleuchten würde. Schon nach kurze Zeit kam eine entsprechende Antwort mit einer Offerte in meinem Postfach an. Daraufhin fuhr ich selber in die Glaserei und testet den Spionspiegel so gut es ging selber direkt vor Ort.

So weit ich es beurteilen konnte war der Spionspiegel und der Preis in Ordnung und bestellte darauf hin diesen. Das einzige was ich wusste, war die Dicke des Spiegels, welche bei mir nun 6mm beträgt.

Um es vorweg zu nehmen. Der Spionspiegel ist eine gute Wahl, schminken könnte sich aber meine Frau aber nicht davor. Die Kosten für den Spiegel (53cm x 83cm) betrugen 72 Franken.

Mein Tipp. Schau dir den Spiegel an und lass dich nicht durch all die Werte beeindrucken.

Monitor zurecht stutzen

Bevor man den Rahmen baut, muss der Monitor zurecht gestutzt werden. Heisst nicht anders, als den Monitor vom Plasktikrahmen zu befreien. Dies braucht wohl je nach Monitor ein wenig Gewalt und Überzeugungskraft. Ein kleiner Schraubenzieher und allenfalls eine Zange sollten aber für diese Arbeiten reichen.

Rahmen bauen

Nun gehts uns an den Rahmen. Ich habe mich dazu entschieden, den Rahmen exakt so gross zu machen, wie der Bildschirm breit und hoch ist. Natürlich hat auch der Spiegel die selben Masse. Der Grund für diese Entscheidung war, dass ich den Monitor und den Spiegel direkt im Rahmen einklemmen wollte. Das sollte mir den Einbau von irgendwelchen Halterungen ersparen. Schlussendlich ist mein Plan vom einklemmen des Monitors und des Spionspiegels ist aufgegangen.

Vor dem Zusammenbau habe ich die Rahmenhölzer noch mit einem Holzlack dunkel lackiert. Nach dem alles getrocknet ist, habe ich den Monitor, Spionspiegel und Rahmen verheiratet. Dies war teilweise eine kleine Frimmelei, bis alles wirklich an der Position war, wie es sollte und auch hielt. Schussendlich war für mich das Ergebnis aber sehr zufriedenstellend.

Damit es aber ein wenig mehr nach einem Bild mit Rahmen ausschaut, wollte ich noch den eigentlichen Rahmen bauen. So wie man es kennt, wenn man ein Bild an die Wand, in einem Rahmen, hängt.

Dazu habe ich mich zu einem einfachen Kantholz aus dem örtlichen Baumarkt entschieden.

Damit dieser Rahmen auch entsprechend hübsch ausschaut, habe ich in die Eckverbindungen „schöne“ Gehrungen gesägt. Damit hatte ich als nicht Schreiner doch etwas Mühe. Bis hier alles passt, stimmt und möglichst wenig Luft hat, ging bei mir relativ viel Zeit vorbei. Und schaut man sich den Rahmen wirklich ganz genau an, hat es in den Gehrungen auch ein wenig Luft. Schlussendlich lohnt sich aber der Aufwand, schaut der Rahmen mit den geschnittenen Gehrungen doch sehr schön aus.

Zum Schluss den geschnittenen Rahmen noch streichen und mit dem Grundrahmen verleimen. Verleimen? Jawohl, ich habe mich für den Leim entscheiden. Dies heisst nun aber natürlich, dass dieser Rahmen wohl kaputt geht, müsste ich gezwungen sein, den Monitor aus dem Grundrahmen auszubauen.

Einbau vom Raspberry Pi in den Rahmen…

…und weitere elektrische Arbeiten müssen natürlich auch noch erledigt werden. Ich wollte vermeiden, dass ich den Raspberry Pi mit Schrauben am Rahmen befestigen muss aber trotzdem wollte ich diesen ein wenig befestigen. So habe ich mich schlussendlich für breites, doppelseitiges Klebeband entschieden. Damit hält der Raspberry, lässt sich aber auch wieder lösen im Notfall.

Bild- oder Spiegelhalterung

Nach dem alles eingebaut und verbaut war, musste ich mir noch Gedanken machen, wie der Spiegel an die Wand gehängt werden soll. Mein Plan war, dass man von aussen keine Halterung oder Schrauben sieht. Heisst nicht anderes, als das ich den Magic Mirror wie ein Bild aufhängen wollte.

Ich entschloss mich dafür, auf der Innenseite des Rahmens (links und rechts) zwei Hackenschrauben eingedreht. Zwischen diese beiden Schrauben habe ich noch eine kleine Drahtseilschlaufe eingehängt und fertig ist meine Halterung.

Die selbe Halterung habe ich auch bei meiner Skate or Light Leuchte [[LINK]] verwendet. Damit musste ich schlussendlich nur noch zwei 6mm Hackenschrauben in die Wand versenken und den Magic Mirror einhängen. Fertig. Der grosse Vorteil, ich kann den Spiegel ohne Aufwand von der Wand nehmen.

Fazit

Jetzt wo der Magic Mirror so an meiner Wand im Büro hängt, macht mir das Teil richtig Freude.
Der Aufwand war zwar nicht ganz unerheblich, hatte ich doch mit dem Raspberry und der Installation der Software zu Beginn ein wenig Mühe. Im ersten Teil dieser Serie habe ich es mal zusammengerechnet.

Jedenfalls habe ich mir mittlerweile noch einen weiteren Raspberry Pi besorgt. Was genau ich damit machen werde weiss ich noch nicht so genau…irgendeine Idee werde ich früher oder später sicher haben 😉

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