DIY Magic Mirror #1 – Materialliste

Vor einiger Zeit, es muss wohl auf Pinterest gewesen sein, da bin ich über einen sogenannten MagicMirror gestolpert. Ich kannte diese Spiegel schon, schenkte ihnen bis dahin aber keine weitere Aufmerksamkeit. Mittlerweile habe ich mir selber einen zusammengebaut und bin vom Ergebnis begeistert.

Im diesem Post möchte ich als erstes aufzeigen, welches Material es für einen MagicMirror braucht. Als erstes vorab, es ist gar nicht so viel und die Kosten sind relativ tief. Eine Anleitung zum Zusammenbau werde ich in den nächsten Tagen auch noch veröffentlichen.

Raspberry Pi und MagicMirror

Damit der ganze MagicMirror zu Leben erwacht, braucht es einen kleinen Computer als Host. Dazu besorgt man sich einfach einen kleinen Raspberry Pi. Aber keine angst, ich hatte vor dem MagicMirror Projekt noch nie was mit einem Raspberry Pi gebaut und muss sagen, es ist gar nicht so schwierig. Auch gibt es im Internet sehr viele Anleitungen rund um dem Raspberry Pi.

Wichtig ist, dass man sich einen (Stand 12.02.2018) neuen Raspberry Pi 3 Model B besorgt. Dieses Model hat den grossen Vorteil, dass es bereits ein W-LAN Modul besitzt und man dies bezüglich nichts mehr Konfigurieren muss.

Zusätzlich würde ich mir auch noch ein kleines Gehäuse für den Raspberry besorgen. Dies vereinfacht ganz am Schluss den Einbau in den MagicMirror. Da der Raspberry keinen Speicherplatz besitzt, musst du dir auch noch Speicherkarte, mindestens 16GB, besorgen. .Weiter braucht es natürlich auch noch eine Stromversorgung und ein HDMI Kabel. In vielen Online-Stores bekommt man fix fertige Sets ab ca. 50 Franken.

Monitor

Natürlich braucht man auch noch eine Monitor für den MagicMirror. Ich habe mir dazu einen günstig gebrauchten 32″ Monitor gekauft. 30 Franken habe ich dafür ausgegeben. Mein Kauf war in einem kleinen Detail ein Fehlkauf. Die Anschlüsse für Strom und der HDMI Anschluss laufen nach hinten raus. Daher mein Tipp, besorg dir einen Bildschirm bei welchem die Anschlüsse zur Seite laufen. Wieso? Einfach, der Rahmen für den MagicMirror kann man dann so ein klein weniger hoch bauen. Aber wie gesagt, es geht auch so.

Spionspiegel / Agentenspiegel

Dieser Punkt hat mir am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Man liest sehr viel darüber, was es alles braucht und wo man sich überall solche Spiegel besorgen kann. Ich habe meine Spionspiegel schlussendlich bei einer Glaserei im Nachbardorf besorgt. Zu den Spezifikationen kann ich keine Auskunft geben, da ich diese gar nicht kenne. Ausser dass der Spiegel eine Dicke von 6mm aufweist.

Ich konnte den Spiegel in der Glaserei kurz testen. Dazu habe ich ganz einfach das Mobiltelefon hinter den Spiegel gelegt. Sieht man dann das Display, ist man nicht mehr weit vom Ziel entfernt. Bei mir war es schlussendlich so, dass sich die Anzeige im MagicMirror super ablesen lässt aber der Spiegel selber, als mein Spiegelbild, sehr ich nur, wenn es im Raum relativ hell ist. Meine Partnerin meinte jedenfalls, schminken könnte sie sich nur im Notfall an diesem Spiegel ;-).

Kleiner Tipp: Bestell den Spiegel exakt in der Grösse wie der Monitor. Dies erleichtert dir den Zusammenbau ungemein.

Holz für einen Rahmen

Schlussendlich brauchst du natürlich noch Material bzw. Holz für einen Rahmen des MagicMirror. Ich habe mich für einen einfachen Holzrahmen entschieden. Dazu habe ich mir Holz im Baumarkt besorgt und dieses gleich in der richtigen Grösse zuschneiden lassen. Wenn du genau weisst, welches Holz du brauchst, geht das natürlich auch sehr einfach online.

Selbstverständlich lässt sich der Rahmen in allen Arten und Variationen bauen. Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt.

Halterung für den Rahmen

Auch für die Halterung gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich wollte, dass man von der Halterung nichts sieht. Wie bei einem Bild wollte ich den Spiegel einfach einhängen, damit er sich im Notfall auch wieder einfach, ohne Werkzeug, demontieren lassen würde. Dazu habe ich mir zwei relativ grosse Hackenschrauben und ein knapp 3mm dickes, mit PVC beschichtetes, Drahtseil besorgt.

Einkaufsliste

Hier nochmals die gesamte Materialliste:

  • Raspberry Pi 3 Model B
  • Gehäuse für Raspberry
  • Stromversorgung 5V 3A
  • HDMI Kabel
  • Speicherkarte 16GB
  • Monitor mit HDMI Anschluss
  • Spionspiegel / Agentenspiegel
  • Holz für einen Rahmen
  • Hackenschrauben und Drahtseil

Kosten

Die Kosten halten sich, nach meiner Meinung, sehr im Rahmen. Je nach Monitor oder Spiegel schwanken die Kosten. Bei mir sieht es so aus:

  • Raspberry mit sämtlichem Zubehör: CHF 50.00
  • Monitor gebraucht: CHF 30.00
  • Spionspiegel: CHF 72.00 (54cm x 32cm)
  • Holz für Rahmen: CHF 15.00 (Holzlack hatte ich noch im Materialschrank)
  • Halterung: CHF 5.00

Total ergibt dies ein Total von knapp CHF 172.00.

Zeitaufwand

Ich habe ein paar Stunden mit der Konfiguration des Raspberry „vergeudet“. Dies aber auch nur, weil ich zu ungeduldig war (dazu später noch mehr) und ein paar zusätzliche Module installierte.

Alles in allem habe ich wohl ca. 20h investiert. Inklusive Planung und staunen nach Abschluss des Projektes.

Planst du dir auch den Bau eines MagicMirrors? Viel Erfolg!

In Teil 2 zeige ich dir auf, wie du ein Betriebssystem auf dem Raspberry installierst und wie du den Raspberry korrekt konfigurierst. Alles gar nicht so schwierig wie es tönt.

One Reply to “DIY Magic Mirror #1 – Materialliste

  1. Ich habe mir auch einen Magic Mirror selber gebaut. Neben den einzelnen Baugruppen hat herausgestellt, dass die Wahl des richtigen Spionspiegels das Maß aller Dinge für den richtigen Effekt ist. Für mich hat sich das Produkt Mirropane Chrome Spy als optimal erwiesen. Ich hatte mir diesen Spiegel maßgenau auf www. Glas-Spiegel24 .de bestellt. Top Preis und schnelle Lieferung.

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